Herzensglück im kleinen Strandschlösschen

Im Mai geht es mit Fanny und ihrer Hündin Tiffany zurück ins kleine Strandschlösschen.

Das E-Book ist bereits in der Vorbestellung.


Liebe, Freundschaft, Inselflair, Humor und Ostseefeeling in Band 3

»Raphael ...«, ermahnte Fanny ihn leise, während sie versuchte,

seine Küsse auf ihrer Haut nicht zu genießen. »Wir müssen noch –« 

Er hob den Kopf und bedeckte ihren Mund mit seinem, verschlang das Ende ihres Satzes.

Seine weichen Lippen lagen auf ihren, bewegten sich geschmeidig und rüttelten mit aller Macht an ihrer Abwehr.

Fanny und Raphael fiebern ihrer Hochzeit entgegen. In wenigen Tagen wollen sie sich das Jawort geben. Vorher jedoch müssen sie unbedingt einen Wettbewerb gegen Viktor Goldberg gewinnen. Der Druck wächst, die Zeit läuft. Zu viel steht auf dem Spiel. Fanny weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Zum Glück ist ihre Bichon-Frisé-Hündin Tiffany immer an ihrer Seite. Aber dann drängt auch noch eine unerwartete Neuigkeit alles andere in den Hintergrund, und Fannys Zukunftspläne geraten gänzlich durcheinander.

 

Komm mit nach Fehmarn und verliebe dich!



Leseprobe:

Fanny betrachtete den Verlobungsring an ihrem Finger. Ein filigraner Goldring mit einem großen Aquamarinstein. In einer Woche heiratete sie Raphael Niemeyer.

Sie glaubte es nach wie vor nicht. In sieben Tagen war sie seine Frau. In einhundertachtundsechzig Stunden. Zehntausendachtzig Minuten.

Mehr oder weniger.

Dann würden sie gemeinsam zum Standesamt nach Burg fahren und einander das Jawort geben. Seit er ihr den Antrag gemacht hatte, fieberte sie diesem Tag entgegen.

Fanny zwirbelte sich die tiefbraunen Haare zu einem Dutt und steckte einen hölzernen Kochlöffel zur Fixierung hinein. Sie nahm die Schürze ab und strich ihr weißes T-Shirt und die Jeansshorts glatt. Barfuß schlenderte sie über den kühlen Fußboden der Bauernküche, nahm das Backblech von der Küchenzeile und schob die letzten Schokobrocken à la Fanny in den Ofen.

Sie hatte es aufgegeben, jemals die perfekten Croissants zu backen. Manches musste man akzeptieren, wie es war.

Benutzte Schüsseln, Schneebesen, Teigkarte und restliche Backutensilien wanderten in die Spülmaschine.

In der Küche waberte der weiche Duft von geschmolzener Butter, die Süße von Zucker und ein intensiver Teiggeruch. Quarkhörnchen, Schokobrocken und Zimt-Milchbrötchen lagen in Körbchen für die Gäste bereit.

Die Zimtkreation hatte Raphael selbst gebacken. Seine Schöpfung, die er vor Wochen mit Camille entworfen hatte und seither jeden Morgen backte.

Heute war Samstag. Bettenwechsel.

Hinter dem Fenster schob sich die Sonne aus der Ostsee und schenkte dem blaugrauen Himmel über der Kirschlorbeerhecke erste goldene Farbtupfer. Noch genügend Zeit bis zum Frühstück, bis die Gäste abreisten und neue eintrafen.

Wieder ein schöner Sommermorgen am Südstrand von Fehmarn und ein weiterer Tag zum Glücklichsein.

Fanny rieb über ihren flauen Magen. Der Gedanke, ohne ihre Eltern, ohne ihre Tante Alma zu heiraten, belastete sie seit Wochen. Dabei war sie nicht allein, Tiffany begleitete sie jeden Tag. Emma, Camille und Saskia sah sie regelmäßig, auch Ole und die anderen von Raphaels Freunden, die inzwischen so sehr zu ihren geworden waren, dass Fanny unruhig wurde, wenn sie nicht alle mindestens einmal die Woche ins kleine Strandschlösschen zum Grillen oder Plaudern kamen.

Nachdenklich stützte sie die Hände an der Küchenzeile ab und betrachtete den Himmel. Die Übernahme von Almas Bed and Breakfast hatte ihre Welt gehörig durcheinandergewirbelt.

Die beste Zeit ihres Lebens.

Zwei Hände umschlangen sie von hinten. Sie zuckte bei Raphaels Berührungen zusammen. »Du hast mich erschreckt«, flüsterte sie und legte die Finger auf seine.

»War nicht meine Absicht«, wisperte er und begann, ihren Nacken zu küssen. Sanft, aber unnachgiebig. Seine feuchten, dunkelblonden Locken, die ihm bis über die Ohren reichten, kitzelten ihre Haut.

Ein Kribbeln rauschte durch Fanny hindurch und verdrängte jegliche Trauer aus ihren Gedanken.

Ihr Verlobter presste sich an sie und Fanny wünschte, sie hätten morgens mehr Zeit im Bett gehabt. Inzwischen schlief er auch in Almas ehemaligem Zimmer hinter der Rezeption. Emma bewohnte auf eigenen Wunsch den ausgebauten Dachboden gemeinsam mit Tiffany.

Raphael wanderte mit dem Mund zu ihrer Schulter, löste eine Hand und schob das T-Shirt beiseite, um ihre Haut mit Küssen zu bedecken.

In Fannys Bauch tanzten Schmetterlinge. »Was hast du vor?« Sie neigte den Kopf, damit er ausreichend Platz hatte, um die Lippen an ihre Schulter und zurück zu ihrem Nacken zu führen.

»Jede Sekunde mit meiner Verlobten genießen«, flüsterte er zwischen zwei Küssen.

Es war genügend Zeit bis zum Frühstück, doch sie musste den Raum noch herrichten, den Kakao und den Tee in die Kannen gießen, den Kaffee bereitstellen und die Marmeladen sowie die Butter in Schälchen umfüllen. Danach folgten die Wäsche, Buchhaltung vorbereiten und ihre Webseite mit den neuesten Aktivitäten aktualisieren: Yoga am Strand, Krimidinner, Sonnenuntergangfototouren im Inselwesten, Bernsteinsuchen in Katharinenhof, geführte Hofcafétouren mit dem Rad, Backkurse mit Camille, Schnapstasting mit Inselschnaps und Fischbrötchenwettessen.

Seit Viktor Goldberg das Tausendbettenhotel am Südstrand baute, versuchte sie alles, um ihre Gäste bei Laune zu halten.

Fanny drehte sich zu ihm um. Auch wenn sie seine Zärtlichkeiten genoss, Arbeit ging vor. Sie durfte nicht zulassen, dass sich möglicherweise einer der Gäste unwohl fühlte. Bislang hatte der Baulärm zu keiner negativen Rezension geführt, aber sie befanden sich erst am Anfang der Sommerferien.

Raphael schmiegte sich an sie, vergrub den Kopf an ihrem Hals, schlang die Arme um sie und ließ die Hände über ihren Rücken wandern. Sein herrlicher Duft nach frischer Seife betörte sie und seine Bewegungen verschafften ihr eine wohlige Gänsehaut.

»Raphael«, ermahnte sie ihn leise, während sie versuchte, seine Küsse auf ihrer Haut nicht zu genießen. »Wir müssen noch –« Er hob den Kopf und bedeckte ihren Mund mit seinem, verschlang das Ende ihres Satzes.

Seine weichen Lippen lagen auf ihren, bewegten sich geschmeidig und rüttelten an ihrer Abwehr.

Er brummte genüsslich. Sein entspannter Ton entlockte ihr ein Grinsen. Langsam ließ er die Zunge in ihren Mund gleiten und umgarnte ihre mit solcher Zärtlichkeit, dass Fannys bedrückendes Gefühl im Brustkorb sich endgültig löste.

Zur Hölle mit dem Frühstück.

Sie schlang die Arme um seinen Nacken und gab sich seinen Küssen hin, seufzte. Raphael drückte sie energischer gegen die Küchenzeile. Barfuß stand er vor ihr. Sie krallte die Finger in sein körperbetontes kariertes Hemd. Die Gürtelschnalle seiner dunklen Jeans rieb an ihrem Bauch.

Er packte ihren Hintern und hob sie auf die mehlige Arbeitsfläche. Eng drückte er sich an sie und schenkte ihr weitere Küsse, die ihr ein genießerisches Stöhnen entlockten.

In Raphaels grünbraunen Augen tanzte ein aufforderndes Funkeln. »Lass uns das von vorhin wiederholen.« Er küsste sie, ehe sie antworten konnte, und schob die Hände langsam unter ihr T-Shirt. Seine Finger kannten den Weg über ihren Bauch, ihre Rippen bis zu ihrem BH auswendig.

»Raphael …« Fannys Stimme war lediglich ein Hauchen. Sie wollte ihn aufhalten, bis ihr einfiel, dass Emma seit dem Beginn der Sommerferien ebenso lang wie die Gäste schlief. Selbst Tiffany verlangte erst nach einem Spaziergang, wenn das Mädchen in seinem Blaumann fertig angezogen an der Rezeption stand.

Geschickt schob Fanny die Hände vor seinen Brustkorb und knöpfte sein Hemd auf. Dabei genoss sie seine fordernden Küsse, die das Kribbeln in ihrem Bauch wellenartig ausbreiteten. Sie streifte Raphael das Hemd von den Schultern und entblößte seinen nackten Oberkörper, um über seine warme, gebräunte Haut zu streicheln.

Sein wohliges Seufzen befeuerte ihren Wunsch, sich an ihn zu drücken. Sie verdrängte das letzte Bisschen Luft zwischen ihnen und streckte die Arme nach oben, damit er ihr das T-Shirt ausziehen konnte.

Ein Räuspern erklang hinter ihnen. Fanny erstarrte. Raphael versteifte sich mitten in der Bewegung.